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Wirkungstransparenz

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien: Der GLS-Beitrag zur emissionsfreien Energiegewinnung

Der mit Abstand größte Anteil aller Treibhausgasemissionen in Deutschland entfällt nach wie vor auf die Energiewirtschaft.1 Deshalb wird eine möglichst schnelle Umstellung von fossilen auf regenerative Energiequellen entscheidend sein, um Deutschland auf den 1,5°C-Pfad zu bringen. Da der bisherige Ausbau erneuerbarer Energien aus unterschiedlichen Gründen nicht schnell genug voranschreitet, bedarf es einer neuen Gesamtstrategie. Mit unserem Zukunftsbild für die Branche Erneuerbare Energien beschreiben wir wesentliche Aspekte einer Strategie für eine neue Aufstellung des Energiemarkts in Deutschland. Wir glauben, dass sich der Ausbau regenerativer Energien an insgesamt fünf Leitplanken, sogenannten Qualitäten, orientieren sollte:

100 % Erneuerbare Energien: Wir wollen die komplette Energieversorgung aus regenerativen Quellen leisten. Dieses Ziel ist nicht nur notwendig, um noch schlimmere Auswirkungen des Klimawandels abzuwenden, sondern auch nachweislich umsetzbar.2

Akteursvielfalt: Wir wollen einer oligopolistischen Marktstruktur in der Energieerzeugung und -verteilung entgegenwirken, indem wir unterschiedliche Akteure und insbesondere auch einzelne Bürger*innen dazu befähigen, an der Energiewende teilzuhaben.

Dezentralität: Die Energieerzeugung durch schwerfällige Großkraftwerke und zentralisierte, starre Strukturen ist nicht mehr zeitgemäß. Deshalb fördern wir eine dezentrale und kleinteiligere Energiewirtschaft, in der Strom dort erzeugt wird, wo er gebraucht wird und finanzielle Gewinne dort bleiben, wo sie entstehen.

Bürgernähe: Weil der Energiebedarf als solcher ein menschliches Bedürfnis darstellt, sollten alle Bürger*innen an der Ausgestaltung des Energiemarkts beteiligt sein. Nur unter partizipativer, demokratischer und monetärer Einbindung der Bürger*innen vor Ort kann die Energiewende als gemeinschaftliches Projekt gelingen und regionale Wertschöpfung begünstigen.

Innovation & Effizienz: Wir möchten durch eine aktive Finanzierung von Innovation die Energiewende voranbringen. Deshalb wollen wir u.a. lokale Speichersysteme und neue Formen der Sektorkopplung fördern sowie durch Effizienz die benötigte Flächenversiegelung für Erneuerbare Energien maximal reduzieren.

Unser Nachhaltigkeitsbericht ist ein Schritt hin zu einer Integration verschiedener Berichtsformate und -standards. Daher enthält diese Seite bereits Inhalte aus

  • der Gemeinwohlökonomie (GWÖ)-Matrix:
    GWÖ B1.2, GWÖ B3.2, GWÖ D4.2, GWÖ E1.1, GWÖ E4.1
  • unserem GRI Datenbericht:
    GRI FS1
    , GRI FS2.

Jedes Zukunftsbild einer Branche besteht aus fünf Qualitäten, die wir als zentrale Hebel des sozial-ökologischen Wandels innerhalb der Branche identifiziert haben. Jede einzelne Qualität greift mediale, wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Aspekte auf und eröffnet in Verbindung mit den übrigen Qualitäten eine Diskussion für eine gemeinsame Gestaltung unserer Zukunft.

Audio-Inhalt: Branchenkoordinator Christian Marcks über erneuerbare Energien bei der GLS Bank

Im vergangenen Jahr konnten wir Projekte in der Branche Erneuerbare Energien in Höhe von 260 Mio. Euro finanzieren. Mit insgesamt knapp 1,4 Mrd. Euro haben Finanzierungen im Bereich Erneuerbare Energien einen Anteil von 30,6 % an unserem gesamten Kreditvolumen. Diese monetären Kennzahlen stellen jedoch nur einen Teilaspekt unserer Wirkung dar. Zusätzlich erfassen wir, wie unsere Finanzierungen auf unser Zukunftsbild Erneuerbare Energien einzahlen. Deshalb schauen wir im Folgenden konkret auf die Förderungen unserer Qualitäten und kontextualisieren diese Zahlen, um schließlich die Wirkung unserer Finanzierungen ganzheitlich zu evaluieren.

Kritisch reflektiert: Wie haben unsere Finanzierungen gewirkt?

Insgesamt haben wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland weiter erfolgreich vorangetrieben. Allein durch Kredite der GLS Bank konnte eine zusätzliche Nennleistung von über 120 Megawatt installiert werden. Der zusätzliche Ausbau setzt sich zu 77 % aus Photovoltaik (92,8 MW) und zu 23 % aus Windenergie (27,5 MW) zusammen. Im Vergleich zum gesamten Zubau der Erneuerbaren Energien in Deutschland ergibt sich folgendes Bild: Insgesamt wurden 2021 PV-Anlagen mit einer Leistung von 5,26 GW installiert.3 Davon machen GLS-finanzierte Anlagen mit 92,8 MW folglich rund 1,8 % aus. Ähnlich verhält es sich mit Blick auf die Windenergie: hier finanzierte die GLS Bank mit einer Nennleistung von 27,5 MW bei einem bundesweiten Zubau von insgesamt 1,86 GW rund 1,5 % der neu hinzugekommenen Wind-Leistung. Hierzu trug auch die PV-Kampagne „PV jetzt!“ der GLS Bank bei: seit 2021 werden insg. 100 Mio. EUR zu besonders günstigen Konditionen bereitgestellt, um den PV-Ausbau auf gewerblichen Dachflächen voranzutreiben. Lesen Sie mehr dazu auf unserer Homepage.

Doch was heißt das ganz konkret? Hier hilft es, sich die Zahlen einmal plastisch zu verdeutlichen: Allein durch den von uns finanzierten Zubau können rund 42.957 Dreipersonenhaushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.600 kWh versorgt werden. Das heißt auch, dass wir durch unsere Finanzierungen die Emission von netto – also inklusive der Emissionen, die beim Bau und Betrieb der Anlagen entstehen - 98.200 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr zusätzlich vermeiden. Damit leisten wir einen wahrnehmbaren Beitrag sowohl für die Energiewende in Deutschland als auch im Kampf gegen den Klimawandel. Insgesamt gerät die deutsche Energiewende jedoch seit einiger Zeit, besonders beim Zubau von Windkraft an Land, ins Stocken – und das, obwohl gerade jetzt besonders deutlich wird, wie wichtig eine unabhängige Stromerzeugung für die Energiesicherheit und den (sozialen) Frieden ist. Woran liegt das?

Unsere Herausforderungen 

Auf dem Weg zu unserem Ziel, die bundesweite Stromversorgung zu 100 % aus Erneuerbaren Energien zu gewährleisten, begegnen uns immer wieder regulatorische Stolpersteine und inhärente Zielkonflikte. So schränken etwa unzureichende rechtliche und politische Leitplanken (u.a. die bisherige Ausgestaltung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes oder länderspezifische Abstandsregelungen für Windräder) sowie langwierige Planungs- und Genehmigungsprozesse unsere Spielräume bei der Finanzierung regenerativer Energiequellen stark ein. Die Umsetzung wird zudem durch Zielkonflikte (Artenschutz, Denkmalschutz, Flugsicherung) und zunehmend mangelnde Akzeptanz erschwert. Insbesondere der letzte Punkt wiegt schwer, da hier viel gesamtgesellschaftliches Konfliktpotenzial liegt. Während ganze Projekte an einer späten oder fehlenden Bürger*innenbeteiligung scheitern können, bieten frühe Partizipationsmöglichkeiten die Chance, partikulare und gesamtgesellschaftliche Interessenslagen zu sondieren und zu konsensualisieren. Dies wirkt sich wiederum beschleunigend auf Ausbauprozesse aus.3 Schließlich wirkt sich auch eine faire Ausgestaltung der Gewerbesteuerveranlagung positiv auf die Akzeptanz der Bürger*innen aus. Indem sichergestellt wird, dass die Steuereinnahmen hauptsächlich an die Projektstandorte fließen und Wertschöpfung in der Gemeinschaft bleibt, können Widerstände maßgeblich überwunden werden. Aus diesen Gründen ist es für uns wichtig, eine bürgernahe Energiewende zu finanzieren.

Bedauerlicherweise ist in ganz Deutschland die besonders schützenswerte Gruppe der Bürgerenergie bei der Windenergie an Land insg. deutlich auf lediglich 3 % zurückgegangen. Im PV-Bereich ist der Anteil beteiligungsoffener Bürgerenergie leider nahezu verschwunden und liegt unter 1 %.4 Sowohl bei Wind- als auch bei PV-Energie liegt der Anteil deutschlandweiter Akteure deutlich über dem Anteil regionaler Initiativen, was grundsätzlich auf eine mangelnde Bürger*innenbeteiligung schließen lässt. Dies lässt sich insbesondere mit der Einführung des Ausschreibungssystems erklären, das für viele Bürger*innen höhere Hürden setzt als zuvor. Große Unternehmen sind entsprechend seit 2017 die mit Abstand am häufigsten am Energiemarkt vertreten Akteure.

Bürgernähe und Akteursvielfalt am Energiemarkt 

Da wir als GLS Bank davon überzeugt sind, dass nur über zivilgesellschaftliche Teilhabe die Akzeptanz für Erneuerbare Energien langfristig sichergestellt werden kann und der gesamtdeutsche Trend auf viel ungenutztes Potenzial schließen lässt, möchten wir die Wirkung der von uns finanzierten Projekte auf die Qualitäten Bürgernähe und Akteursvielfalt reflektieren. Wenn wir uns die Zahlen aus 2021 anschauen, müssen wir zu dem Schluss kommen, dass auch unsere Kund*innen in der Breite Schwierigkeiten haben, Aspekte der Bürgernähe proaktiv umzusetzen: Lediglich 14 % der von uns in der Branche Erneuerbare Energien finanzierten Unternehmen weisen explizit eine regionale Verankerung auf. Auch wollen wir die finanziellen und demokratischen Beteiligungen der Bürger*innen vor Ort gemeinsam mit unseren Kund*innen weiter stärken: Sowohl der durchschnittliche Stimmrechtsanteil als auch die Verteilung von Beteiligungsanteilen lokal ansässiger Bürger*innen liegen aktuell mit 7,3 % bzw. 4,3 % auf einem niedrigen Niveau. Bei 20 % der Windanlagen waren lokal ansässige Bürger*innen zu 100 % an den finanziellen Eigenmitteln beteiligt.

Zudem stellen wir fest, dass wir keine für die Eigennutzung bestimmte Anlage finanziert haben. Auch fließt nur 1 % des erzeugten Stroms in die regionale Direktvermarktung. Der Großteil des Stroms, den die von uns finanzierte Anlagen erzeugen, fließt hingegen zu 12 % in direkte Abnahmeverträge (sogenannte Power Purchase Agreements) und zu 87 % wird er über das EEG direkt in der Strombörse vermarktet. Ein solcher Befund deckt sich insgesamt nicht mit unserem Anspruch einer bürgernahen Energiewende. Leider haben wir hier auf die wesentlichen Bedingungen nur begrenzt Einfluss. Um mehr (lokale) Bürger*innen an der Energiewende zu beteiligen, benötigen wir eine Stärkung der regionalen Direktvermarktung, der Eigenversorgung sowie von Mieterstrommodellen. Hier liegt bei den von uns finanzierten Projekten noch viel Potenzial.

Wenn wir uns jedoch von der Mikroperspektive lösen und die Beteiligungsstrukturen und Stimmrechtsverteilungen in unserer gesamten Branche anschauen, relativieren sich die bisherigen Befunde. Natürliche Personen – also Bürger*innen insgesamt und unabhängig ihres Wohnorts – stemmten 2021 gut 46 % der eingebrachten Eigenmittel – institutionelle Großanleger, wie bspw. Rentenfonds stemmten hingegen lediglich 4 %. Der übrige Anteil von 50 % entfällt auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU), zumeist aus dem Umfeld der Projekte oder Projektierer.

Trotz der ausbaufähigen Beteiligungsergebnisse ist es sehr schön, dass die Akzeptanz unserer Projekte vor Ort nach Einschätzung unserer Kundenbetreuer*innen mit 98 % im Bereich gut bzw. sehr gut außerordentlich hoch liegt. Dies kann u.a. damit zusammenhängen, dass bei 70 % unserer Neuprojekte die Gewerbesteuereinnahmen zu mindestens 90 % an die Standortkommune fließen. Bürger*innen können somit den Mehrwert der Energiewende mittelbar auch in ihrem Alltag erleben.

Alles in allem fällt unser Fazit bezüglich unseres Ziels, Energie in Bürger*innenhand zu geben, gemischt-positiv aus: Während Bürger*innen fast die Hälfte aller Eigenmittelanteile unserer Neufinanzierungen in 2021 stemmten, sollte die Beteiligung der Bürger*innen vor Ort gesamtgesellschaftlich weiter gestärkt werden - etwa über sichtbare und höhere Beiträge an die Kommunen. Fest steht aber: Wir leisten einen Beitrag zu einer bürgernahen und pluralen Energiewende.

Ein Blick auf die deutsche Energielandschaftskarte5 verrät uns, dass PV-Anlagen hauptsächlich in den Regionen Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern vorkommen, während es insb. in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen noch viel Potenzial zu heben gibt. Deshalb freut es uns sehr, dass der Hauptteil unserer PV-Anlagen genau dort steht: Immerhin 45 % der durch uns finanzierten Nennleistung entsteht in Sachsen und in der Region Brandenburg-Berlin-Mecklenburg-Vorpommern. Das ist ein guter Weg hin zu einer möglichst dezentralen Energieinfrastruktur. 


Innovationen am Markt fördern

Schließlich wollen wir uns fragen, ob unsere Kredite neben der reinen Förderung Erneuerbarer Energien auch dazu beitragen konnten, Innovationen und neue Entwicklungen auf dem Markt zu initiieren. Nach unseren vorläufigen Zahlen fördern insgesamt 5 % unserer Projekte dezidiert Forschung und Aufklärungsarbeit. Mit Blick auf den gesamtgesellschaftlichen Bedarf, bspw. an innovativen Energiespeichertechnologien, wollen wir unsere Kund*innen zukünftig stärker motivieren, bei der Projektplanung vermehrt auf diese Aspekte zu schauen. Denn eines ist klar: Wir werden es nur über Innovation beim Zukunftsthema Speicher schaffen, unseren Energiebedarf zu 100 % über Erneuerbare Energien zu decken.



Erfreulich ist, dass 29 % unserer Windenergie- und 13 % unserer PV-Projekte aus dem Jahr 2021 Recycling- und Umweltschutzmaßnahmen ergreifen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Zudem haben wir als Bank entschieden, mehr PV auf Dächern und wenige auf Freiflächen zu finanzieren, um der voranschreitenden Flächenversiegelung entgegen zu wirken.

Gemeinsam für eine enkeltaugliche Zukunft streiten

Was heißen diese Ergebnisse für uns, welche Schlüsse sollen wir ziehen? Hier sollten wir auf die Qualitäten schauen, bei denen wir unsere Kund*innen stärker begleiten wollen, um akteursvielfältige, dezentrale und bürgernahe Energieprojekte zu verwirklichen. Nur gemeinsam mit unseren Kund*innen werden wir es schaffen, unser Zukunftsbild von einer auf regenerativen Energien basierenden Gesellschaft zu verwirklichen. Wir sehen, dass wir insbesondere die Bürger*innenbeteiligung und die finanzielle Beteiligung der Kommunen weiter stärken wollen. Manchmal fehlt es jedoch nicht am Willen, sondern (politische) Rahmenbedingungen erschweren uns den Weg. Als GLS Bank stellen wir zwar die Projektfinanzierung, sind in den Planungsprozess der Projekte jedoch nicht automatisch involviert. Mit unserem Zukunftsbild und unseren Wirkindikatoren können wir wichtige Impulse für (zukünftige) Erneuerbare Energie Projekte beisteuern. Wir merken jedoch in der Praxis, dass unser Einfluss hier begrenzt ist. Zudem engagieren wir uns aktiv in politischen Debatten und streiten für grundsätzlich bessere Ausgangsbedingungen. Wir bringen uns aktiv in die Novelle des EEG ein und wollen Maßstäbe und hohe Standards setzen - für eine angemessene finanzielle Beteiligung der Kommunen, für attraktivere Eigenverbrauchsmöglichkeiten und für den Abbau von Hürden beim Windenergieausbau. Mit der neuen Bundesregierung wollen wir gemeinsam darauf hinarbeiten, den Energiemarkt in Deutschland sicher und zukunftsgerecht umzubauen.

Natürlich müssen wir uns hierbei auch immer wieder mit Zielkonflikten auseinandersetzen. Wie gehen wir damit um, wenn bspw. die für die Herstellung von Solarmodulen benötigten Rohstoffe unter Bedingungen abgebaut werden, die unserem Menschenbild zuwiderlaufen? Wie können wir dafür sorgen, dass einkommensschwächere Menschen in die Energiewende einbezogen werden und diese sozial gerecht stattfindet? All diesen Fragen stellen wir uns und arbeiten an Strategien. Wir wissen aber auch, dass wir diese Wege nur gemeinsam mit unseren Kund*innen gehen können, immer mit unserem Zukunftsbild im Blick und Freude im Herzen. Wir wollen Rückschläge aufarbeiten und Erfolge feiern. Deshalb werden wir uns auch 2022 dafür einsetzen, eine Zukunft zu gestalten, in der saubere Energie für alle möglich ist.

Wussten Sie schon? 

Die von uns neu finanzierten Erneuerbare-Energie-Anlagen vermeiden pro Jahr zusätzlich ca. 98.200 Tonnen CO2-Äquivalente. Zum Vergleich: Diese Menge an CO2-Äquivalenten würde ein Mittelklasseauto emittieren, wenn es ca. 1.038 Mal von der Erde zum Mond und wieder zurück fahren würden.

Der Median der Leistungsfähigkeit der von uns finanzierten PV-Anlagen im Jahr 2021 lag bei 609 kWp und entspricht somit eher einer mittelgroßen PV-Anlage. Zum Vergleich: Typische PV-Anlagen auf den Dächern von Wohnhäusern haben eine installierte Leistung von 6-16 Kilowatt-Peak (kWp), je nach Dachgröße und Stromnutzung. Insgesamt bilden mittelgroße PV-Anlagen (100 – 750 kWp) mit knapp 69 % den Großteil der von uns finanzierten Anlagen. Zum Vergleich: PV-Anlagen ab ca. 80 kWp bieten sich für die Dachflächen von Schulen an. Große und sehr große PV-Anlagen ab 750 kWp stellten 2021 ca. 20 % unserer Finanzierungen dar.

Hinweis 

Seit dem 1. Januar 2020 ist die Wirkungstransparenz im Kreditbereich der GLS Bank fest verankert. Zugeschnitten auf das jeweilige Geschäftsmodell und die Branche, erfassen unsere Berater*innen gemeinsam mit den Firmenkund*innen die entsprechenden Wirkungsdaten. Dabei beruhen einige Wirkungs-Datenpunkte auf Schätzungen bzw. auf der Einschätzung der Firmenkundenberater*innen. Im Jahr 2021 konnten wir bereits für etwa die Hälfte der Neukredite die sozial-ökologische Wirkung systematisch erfassen. Diese vorläufigen Ergebnisse der Wirkung im Jahr 2021 werden wir Mitte des Jahres 2022 aktualisieren und an dieser Stelle kommunizieren. Ebenso können wir dann auch unsere Wirkung im Jahresvergleich betrachten.

1 Vgl. Statista, Treibhausgasemissionen in Deutschland nach Sektoren des Klimaschutzgesetzes in den Jahren 1990 bis 2020 und Prognose für 2030, 2021

2 Vgl. DIW Berlin, 100 Prozent erneuerbare Energien für Deutschland: Koordinierte Ausbauplanung notwendig, 2021

3 Vgl. Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Vorschläge für einen klimagerechten Ausbau der Photovoltaik und Windenergie, 2021

4 Vgl. Umweltbundesamt, Entwicklung und Umsetzung eines Monitoringsystems zur Analyse der Akteursstruktur bei Freiflächen-Photovoltaik und der Windenergie an Land, 2021

5 Vgl. Umweltbundesamt, Kraftwerke und Photovoltaikleistung in Deutschland, 2021