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Stärkende Einflüsse

Vertrauen

Unterstützung unserer Kund*innen in der Pandemie

Wir sind für unsere Kund*innen auch in Extremsituationen da: Die Pandemie bedeutete für einige unserer Kund*innen Einschränkungen im Betrieb und in der Produktion. Schon bevor das Hilfsprogramm der Regierung beschlossen wurde, haben wir 10 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, um unsere Bestandskund*innen, die mit Liquiditätsengpässen konfrontiert sind, mit Überbrückungskrediten zu unterstützen. Als Hausbank wickelten wir die folgenden Corona-Hilfsmaßnahmen ab - und das ohne eine außerordentliche Prüfung ihrer Bonität. In 2020 haben wir insgesamt 58 Mio. Euro an Corona-Hilfen ausgezahlt und dazu noch 37,6 Mio. Euro als KfW-Kredite. Damit haben wir die angedachten 10 Mio. Euro weit übertroffen. Für Bestandskund*innen stehen wir bei Bedarf infolge der Corona Pandemie schnell und unkompliziert mit eigenen Lösungen zur Verfügung. 

Neben unseren GLS-Überbrückungskrediten und der Nutzung der Corona-Sonderprogramme von Bund und Ländern können wir unseren Kund*innen Tilgungsaussetzungen von bis zu 12 Monaten anbieten.

Wir sind nicht nur als Bank, sondern als Solidargemeinschaft aus allen Kund*innen, Mitgliedern und Mitarbeitenden, füreinander da.

Insgesamt wurde aber in der Pandemie sichtbar, dass unsere Branchen, die die Grundbedürfnisse der Menschen finanzieren, weniger stark von den Einschränkungen betroffen waren. Unser bewusst auf den Menschen ausgerichtetes Kerngeschäft bewies sich erneut als besonders krisenfest.

Vertrauen

Langfristige Kund*innenbeziehungen

Im Kreditgeschäft stehen die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden sowie der Aufbau langfristiger, vertrauensvoller Kund*innenbeziehungen im Mittelpunkt unserer Geschäftstätigkeit. Wir finanzieren ausschließlich sozial-ökologische Projekte und Unternehmen vornehmlich in Deutschland. Die Anlage- und Finanzierungsgrundsätze stellen dabei den Kompass für jede Kreditentscheidung dar. Auf dieser Basis erfolgt für jede Kreditentscheidung eine Einzelfallentscheidung, die vor allem das Entwicklungspotential und die Zukunftsfähigkeit sowie die Übereinstimmung der Finanzierungszwecke mit den Leitlinien der GLS Bank in den Mittelpunkt stellt.

Um zusätzlich die Beziehung zwischen unseren Kund*innen und uns zu stärken setzen wir uns folgendes Nachhaltigkeitsziel: Gewährleistung der Wissenssicherung und des Kompetenzaufbaus unserer Mitarbeitenden.

GWÖ-Verweise:

→ GWÖ D1.1

Vertrauen

Langfristige Lieferant*innenbeziehungen

Als Dienstleistungsunternehmen haben wir deutlich weniger Lieferant*innen, als produzierende Unternehmen. Wir kaufen hauptsächlich IT-Infrastruktur, Lebensmittel, Papier und Büroausstattung ein. Unsere Lieferant*innen wählen wir ebenfalls nach unseren strengen sozial-ökologischen Werten aus. Zusätzlich liegt unsere Priorität darauf, lokale Lieferant*innen zu beauftragen und mit ihnen langfristige Beziehungen aufzubauen. Am Liebsten wählen wir hierzu GLS-Kund*innen als Lieferant*innen aus.

Dazu haben wir uns im Jahr 2021 folgendes Nachhaltigkeitsziel gesetzt:
  • Fortführung der nachhaltigen Beschaffung und Abdeckung von 100% der Lieferant*innen (bis 2021)

Vertrauen

Begleitung von Transformation

Im Anbetracht globaler Problemlagen, ist nicht länger nur eine gezielte Finanzierung und Unterstützung von besonders nachhaltigen Projekten und Unternehmen ausreichend. Auch sind Maßnahmen notwendig, um die Transformation von schädlichen Geschäftsmodellen zu sozial-ökologischen Unternehmen zu finanzieren.

Daher entwickeln wir als GLS Bank ein Programm zur Transformationsfinanzierung, in dem wir gezielt und mit kritischen Prüfungen Unternehmen für Transformationsfinanzierungen auswählen. Mit einem klaren Kriterienkatalog, dem unsere Anlage- und Finanzierungsgrundsätze für das Kreditgeschäft zugrunde liegen, werden wir auch Entscheidungen zu Unternehmen fällen können, die noch nicht unsere Grundsätze erfüllen, sich jedoch auf einem Transformationsprozess befinden und auf der Suche nach einer geeigneten Finanzierung sind. Dabei verlieren wir nicht unsere Werte, sondern gehen neue Arten der Beziehungen zu Unternehmen ein, indem wir nicht nur sozial-ökologische Geschäftsmodelle honorieren, sondern den Wandel partnerschaftlich begleiten.

Vertrauen

Solidarität in der Gesellschaft

Während der Corona-Pandemie hat sich das Leben jede*r Einzelnen stark verändert. Kontakteinschränkungen, geschlossene Geschäfte, aber auch Ängste und Unsicherheit haben Eingang in unser Leben gefunden. Gleichzeitig schaffen diese Lücken jedoch auch Platz für Bewusstsein, für Entschleunigung, damit wir uns die Frage stellen können: Was ist wirklich wichtig? Für uns als GLS Bank ist es das Miteinander und die Solidarität. Die Aufgabe der Wirtschaft ist es, diese Werte finanziell zu unterstützen und nicht als Selbstzweck in einer Endlosschleife Produktion zu betreiben. Wirtschaft hat eine dienende Funktion in der Gesellschaft. Bewusstsein bedeutet Kultur, geistige Zufriedenheit und Gesundheit und die bewusste Gestaltung des eigenen Umfelds.

Wir sind uns dieser Verantwortung als Bank, als Instanz zwischen Anleger*innen und Kreditnehmer*innen sehr bewusst und leben diese tagtäglich in unserem Kerngeschäft. In unserer politischen Arbeit setzen wir uns ebenfalls für eine sozial-ökologische Zukunft ein. 

Als Reaktion auf die Corona-Pandemie haben wir abseits unseres Kerngeschäfts Hilfsprogramme initiiert und unterstützt, die sich nicht alleine an die GLS Gemeinschaft richten, sondern unsere Werte und Ideen in die breite Gesellschaft tragen.

Die Kunstnothilfe

Kunst- und Kulturschaffende sind von der Corona-Pandemie stark betroffen. Theater sind geschlossen, Konzerte abgesagt, Ausstellungen und Events fallen aus. Die Einnahmen zehntausender Menschen brechen derzeit weg. Dies wird immer mehr Menschen bewusst. Sie wollen unterstützen – schnell und unbürokratisch. Die Kunst-Nothilfe unterstützt Kulturschaffende mit bis zu 1.000 EUR und sammelt hierfür das Geld von engagierten Menschen ein. Bis Anfang 2021 konnten wir mit der Unterstützung von über 1.526 Einzelspender*innen über 370.000 Euro sammeln. Bislang konnten wir somit 517 Auszahlungen an Kulturschaffende ermöglichen. Ein starkes Zeichen in so unsicheren Zeiten.

Hier geht es zur Kunstnothilfe.

Aktion Fenster Auf!

Gestartet wurde FENSTER AUF! im November 2020 in Bochum und verbreitet sich in immer mehr Städte: Jeden Donnerstagabend treten Künstler*innen vor die Wohnhäuser und spielen jeweils für 15 bis 20 Minuten. Danach geht es weiter zu zwei benachbarten Plätzen. Die Auftrittsorte werden vorher nicht bekannt gegeben, um Ansammlungen zu vermeiden.

Die Auftritte sind für die Menschen in den Häusern bestimmt.

„Immer wieder ist es berührend zu erleben, wie zunächst einzelne Fenster aufgehen und im Laufe des Auftrittes die Menschen an den Fenstern und auf den Balkonen Lichter schwenken, mitsingen, klatschen oder sich einfach nur freuen“,

so die Kommunikatorin Katja Leistenschneider, die FENSTER AUF! zusammen mit Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank, gestartet hat.

„Jeden Abend gibt es warme Herzen“,

so Osmanoglu,

„und immer wieder Menschen, die uns sagen, wie wichtig es für sie ist, dass wir mit der Kultur zu ihnen kommen.“

Nach dem Start in Bochum folgen jetzt Berlin, Wuppertal, Dortmund, Herne, Witten und Köln. Weitere Städte sind in Vorbereitung.

"Wenn die Menschen nicht ins Theater können, dann müssen wir das Theater zu den Menschen bringen“,

sagt Aysel Osmanoglu, Vorständin der GLS Bank.

Die Bank finanziert die Aktion mit 10.000 Euro. Zusätzlich sollen Spenden gesammelt werden, um die Aktion weiterzuführen.

Über 150 Auftritte von Künstler*innen bei der Aktion Fenster Auf!