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Stabilisierende Einflüsse

Aufmerksamkeit auf das Artensterben

Die zunehmende Aufmerksamkeit auf das Artensterben fordert Unternehmen und Banken dazu auf, über ihre Wirkung auf die Biodiversität zu berichten und sie zu hinterfragen. Auch, wenn wir mit unseren Anlage- und Finanzierungsgrundsätzen und der sozial-ökologischen Ausrichtung unserer Branchen im Vergleich zu konventionellen Banken erheblich weniger zum Biodiversitätsverlust beitragen, können wir uns von diesem nicht freisprechen. Der Bau von neuen Wohnungen, Kindergärten und anderen sozialen Einrichtungen geht z.B. mit Flächenversiegelungen einher.

Im Jahr 2021 haben wir daher genauer hingeschaut: Basierend auf ENCORE haben wir unsere Branchen hinsichtlich ihrer wesentlichen Auswirkungen auf die Vielfalt des Lebens analysiert. Hierauf bauen wir auf und wollen in 2022 geeignete Indikatoren entwickeln, um die Biodiversitätswirkung zu messen und ein verstärktes Bewusstsein für die Auswirkungen unseres Handelns und unserer Finanzierungen auf die Biodiversität zu schaffen. Auf dieser Grundlage können wir dann die richtigen Stellhebel in Bewegung setzen, um einem weiteren Verlust an Biodiversität entgegen zu wirken bzw. die Vielfalt der Arten zu schützen und zu stärken.

EU Farm-to-Fork und Biodiversitätsstrategie

Die EU Farm-to-Fork und Biodiversitätsstrategie fordert einen Systemwandel der europäischen Landwirtschaft und setzt engagierte Minderungsziele für beispielsweise die Pestizidausbringung. Durch diese politische Neuausrichtung fühlen wir uns bestärkt und verleihen unserem politischen Engagement für eine Agrarwende noch mehr Nachdruck. Politische Rahmenbedingungen, die helfen, dass mehr Landwirt*innen von konventionell zu Bio umstellen, werden dringend benötigt. Diese Transformationsprozesse können wir als Bank finanziell und mit unseren Erfahrungen fachlich begleiten.

Null-Schadstoff-Aktionsplan der EU

Die EU plant die Durchsetzung des weltweit ambitioniertesten Gesetzes zur Reduzierung der Verschmutzung durch Chemikalien. Die Bemühungen sind Teil des Null-Schadstoff-Aktionsplans, um die Schadstofffreiheit von Luft, Wasser und Böden bis 2050 zu erreichen.1 Verschmutzung ist einer der fünf Haupttreiber für den Verlust von Biodiversität.

1 Vgl. EU Kommission (2021): Null-Schadstoff-Aktionsplan

Gesetzesentwurf für entwaldungsfreie Produkte der EU

Während der COP26 der Weltklimakonferenz in Glasgow, Schottland, wurde ein Gesetzesentwurf zur Reduzierung der Auswirkungen der EU auf Walddegradierung und Entwaldung vorgelegt. Damit sollen vor allem Lieferketten unterbrochen werden, welche die Umwandlung von Waldfläche für z.B. den Futtermittelanbau oder die nicht-nachhaltige Palmölproduktion fördern. Sollte dieses Gesetz durchgesetzt werden, wäre das ein bedeutender Beitrag für den Schutz von Biodiversität und Ökosystemen.